beato cards - die Kartenmacherei

Pflanzenfarben- und Druckatelier

Beat Wigger-Duss

Alabaster

Entstehung

phoca thumb l AlabasterrohDer Alabaster - ein Naturstein - bildete sich im Miozän (vor 26 bis 27 Millionen Jahren) und war ursprünglich Meerwasser. Im Laufe von Jahrmillionen verdunstete das Urmeer und es blieben grosse, sehr kalkhaltige Seen übrig. In weiteren Millionen Jahren verdunsteten auch die Seen und dabei konzentrierten sich die Salze so stark, dass sie abgeschieden wurden und so Lagerstätten von Calciumsulfat bildeten – also Alabaster und Gips. Diese findet man unter der Erde in unterschiedlichen Grössen und Qualitäten in Tiefen von wenigen bis 300 Metern. 

Der Alabaster ist transparent und meist weiss, aber auch durchscheinend grau, manchmal schwach gelblich, rötlich oder grau bis schwarz gefärbt, gewölkt oder geädert. Das in ihm enthaltene Kristallwasser verleiht dem Stein seine Transparenz. Wirkt zu starke Hitze ein, verdampft dieses und der Alabaster wird undurchsichtig weiss. Die beste Qualität stammt aus Spanien und Italien.

Bearbeitung

Schon die alten Aegypter bearbeiteten den Alabaster: er galt als ein königlich-repräsentatives Material. Im frühchristlichen Europa wurden mancherorts die Kirchenfenster aus diesem Material gefertigt: Das Licht wird vom Alabaster aufgefangen und mild und angenehm schimmernd wieder abgegeben. 

Der Alabaster ist ein relativ weicher Naturstein mit einer Härte von ca. 2 auf der Mohsschen Skala, jedoch härter als Speckstein. Die Rohblöcke schneide ich mit Handsägen auf die gewünschte Grösse zu. Mit alten Handbohrern, Meisseln etc. erhält der Stein die Grobform. Die Feinform bilde ich mit Bildhauerraspel, Schnitzwerkzeugen und auch mal mit einem Mikrobohrer. Nach der Feinbearbeitung mit Feile und grobkörnigem Schleifpapier folgt der Nassschliff mit 240-er Körnung, dann 400-er, 600-er bis 1200-er Körnung. Abschliessend wird das Objekt mit Lärchenbalsam eingerieben und poliert.

Erst mit diesem Arbeitsschritt zeigt der Stein seine ästhetischen Eigenschaften wie Transparenz, Aderungen, Maserungen, Farben. Der unscheinbare weissliche Rohstein verwandelt sich in all diesen Arbeitsschritten zu einem edlen, durchscheinenden Stein! Die Bearbeitung des Alabasters erfolgt von mir in schonender, liebevoller Handarbeit. Jedes Werk ist ein Unikat!

Wirkung

Hildegard von Bingen sprach dem Alabaster wohltuende und ausgleichende Schwingungen zu. In der Edelsteinheilkunde wird der Alabaster als reinigender, harmonisierender und entstrahlender Stein für die Aura und die Wohnräumlichkeiten eingesetzt. Alabaster bringt blockierte Energie in den Fluss. Weiter hat er eine Verbindung mit dem Schüssler-Mineralstoff Calcium sulfuricum, welches die Sakralkräfte im Menschen reinigt, stärkt und schützt. Somit eignet sich Alabaster auch gut für's Schlafzimmer. 

Natürlich erfreut der Alabaster mit seiner lichtvollen Transparenz das Auge und das Herz. Als Leuchte betrieben mit einer Kerze verbreitet er in der kalten Jahreszeit Geborgenheit, Behaglichkeit und Besinnlichkeit. In der Kerze ist das Element Feuer präsent und im Alabaster wirkt die Kraft des Wassers. Wahrlich eine alchemistische Kombination. Und in seinen Schattierungen, Maserungen, manchmal auch in den eingearbeiteten Formen und seiner Transparenz werden je nach Lichtverhältnissen spannende Welten, Szenen, Gesichter, Figuren, Engel, Gnomen etc. sichtbar. Am Abend, wenn das Kerzlein in der Dunkelheit brennt, beginnt die Zwischenwelt im Stein! Und im Dasein zeigt sich eine weitere Dimension...

So regt der Alabaster die phantastischen Schöpferkräfte oder die schöpferische Phantasie an…

Alabaster – ein edler Stein, der ihm wohlwollenden Umgang belohnt.



über mich

Pflanzendruck

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